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Neues Pflaster zum Jubiläum

Obersulm ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg, die in den 1970er Jahren durch den Zusammenschluss von 6 Gemeinden ent¬stand. Sie gehört zur Region Heilbronn-Franken und zur Randzone der euro¬päischen Metropolregion Stuttgart. Der Name Obersulm leitet sich von dem durch die Gemeinde fließenden Fluss Sulm her. Im 4.500 Einwohner zählen¬den Ortsteil Affaltrach befindet sich das Rathaus der Gesamtgemeinde Obersulm. Bei der Flächenbefestigung des Rohrendorfer Platzes vor dem Rat¬haus setzten die Verantwortlichen auf einen besonderen Pflasterbelag aus dem Betonwerk Adolf Blatt aus Kirchheim am Neckar.

Der Pflasterbelag des „Rohrendorfer Platzes“ vor dem Rathaus befand sich seit Jahren im gesamten Bereich in einem äußerst mangelhaften Zustand: Zentimeterbreite Fu¬gen, starke Fahrspuren, Stolperkanten an den Belagsübergängen und Schachtabde¬ckungen sowie lose Pflastersteine ergaben einen immer weniger angemessenen Auf¬tritt für diesen für die Gemeinde eigentlich recht repräsentativen Ort. Dagmar Feinauer vom Bauamt Obersulm erläutert die Maßnahme: „Obwohl der Rohrendorfer Platz in einer verkehrsberuhigten Zone liegt, handelt es sich bei dem ca. 500 m² großen Platz mit seinen Zufahrtsstraßen und -wegen um eine stark frequentierte Fläche mit Kfz-, Rad- und Fußgängerverkehr. Die Schäden in der Fläche führten über die Jahre insbe¬sondere zu einer ungenügenden Oberflächenentwässerung. Die Folge sind umfangrei¬che Pfützenbildungen auf dem gesamten Areal. In den letzten Jahren war der gemeind¬liche Bauhof immer wieder für Instandsetzungen vor Ort. Das Problem wurde damit jedoch nicht wirklich behoben, da sich nach kurzer Zeit erneut Schäden zeigten. Um eine gleichmäßige, dauerhafte Oberfläche und eine funktionierende Entwässerung zu erzielen, reichten punktuelle Erneuerungen einfach nicht aus. Da der Vorplatz des Rathauses in seiner Funktion die Gemeinde Obersulm repräsentiert, erhöhte Aufmerksamkeit genießt und zudem im Jahr 2022 unsere Gemeinde auch noch ihr 50-jähriges Jubiläum begehen wollte, wurde beschlossen, den Oberbau in Gänze zu erneuern“, so Feinauer.

Gute Erfahrung mit dem Cityblock-Pflaster vom Betonwerk Adolf Blatt

Nachdem im April 2021 der Planungsentwurf vom Gemeinderat genehmigt wurde, be¬gannen im November 2021 die Bauarbeiten. Weil die Gemeinde erst kürzlich bei der Sanierung einer anderen Straße mit dem Cityblock-Pflaster vom Betonwerk Adolf Blatt aus Kirchheim am Neckar sehr gute Erfahrungen gemacht hat, war dieses Material auch für den Rohrendorfer Platz erste Wahl. Hierbei handelt es sich um einen beson¬ders tragfähigen und zugleich ästhetischen Flächenbelag, der dank eines ausgeklügel¬ten Verzahnungssystems auch höheren Verkehrsbelastungen gewachsen ist. Verlegt wurde es in den drei Steingrößen 30 x 30, 30 x 20 und 20 x 20 cm in einer Dicke von 14 cm. Dagmar Feinauer fährt fort: „Mit einer Dicke von 14 cm ist das Pflaster sehr gut für hohe Verkehrsbelastungen geeignet. Dank des Verzahnungssystems werden statische und dynamische Lasten in gewissem Umfang über die Fuge auf die Fläche verteilt.“ Aber noch ein weiterer Grund sprach für dieses Pflastersystem: Mit Hilfe der versenkten angeformten Abstandhalter wird stets eine Fugenbreite von 5 Millimetern gewährleistet. Hierdurch kann zumindest ein Teil des Regenwassers versickern; bei geeignetem Unterbau bleibt die Fläche dabei stabil.

Tolle Optik dank Edelsplittvorsatz

Bedeutung kam aber auch der Optik der gesamten Flächen zu“, beschreibt Dagmar Feinauer. „Der Rohrendorfer Platz hat schon eine gewisse Bedeutung für unsere Ge-meinde. Graue Betonsteine waren für uns deshalb tabu. Ziel war es, einen Ort mit gesteigerter Aufenthaltsqualität zu schaffen.“ Aus diesem Grund entschieden sich die Verantwortlichen für Steine mit einem kugelgestrahlten granitgraufarbigen Naturstein¬vorsatz im Windmühlen-Verlegemuster. „Das wirkt sehr hochwertig und passt gut in das umliegende Ambiente“, so Feinauer. Einige nur wenig vom Verkehr genutzte Rand¬bereiche des Platzes, wurden zudem mit dem 10 cm dicken Großpflaster im Format 24 x 16 cm im Farbton Erdbraun mit einem Edelsplittvorsatz befestigt – ebenfalls aus dem Betonwerk Adolf Blatt. Eine optische Trennung erfolgte über Natursteinbänderungen aus Granitpflaster.

Im Mai 2022 wurde die Maßnahme abgeschlossen. „Insgesamt sind wir mit dem Pflaster sehr zufrieden“, bemerkt Dagmar Feinauer abschließend.